Tagtr  

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8/16/2006 5:59 pm

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8/16/2006 6:05 pm

Tagtr


...unsere Blicke treffen sich. Wie gebannt tasten meine Augen dein Gesicht, deine Augen mein Gesicht ab... ich spüre deinen warmen Atem, während du näher zu mir kommst... während ich deine Arme mit zärtlicher Gewalt greife und dich an mich heran ziehe... einen Augenblick später deine Lippen, erst eine leichte Berührung, die dann zu einem leidenschaftlichen Kuss wird, und dann deine süße Zunge. Tausend mal will ich noch von dir so geküsst werden. Tausend mal wäre ich am liebsten schon so von dir geküsst worden... nein, eigentlich noch viel mehr als das...
...dein Atem geht schneller, tiefer. Nicht nur deiner. Mit einem sanften Ruck löst du dich aus meiner Umarmung, doch deinen Blick kannst du mir ebenso wenig entreißen, wie ich dir meinen... und wieder starrst du mich mit aufmerksamen Augen an, mit diesem begehrenden Blick, der meinen Körper mustert. Auch ich tu nichts anderes, betrachte dich, eine wunderschöne und aufregend gekleidete Frau...
...du kommst wieder einen Schritt auf mich zurück, schließt deine Augen und schmiegst dich mit deinem Rücken an mich. Ich lege meine Hände auf deine Hüften, küsse deinen Nacken, deinen Hals... ich lasse meine Hände unter dein Oberteil fahren, fühle deinen warmen Bauch, halte dich fest. Ich atme tief ein, rieche dein Shampoo, dessen Duft sich mit dem deines Parfums und deinem Körpergeruch vermischt hat. Ich kann dich gut riechen, wie man so schön sagt... meine Hand gleitet deinen Bauch entlang nach oben. Ich greife begierig nach deiner Brust, spiele mit deiner Brustwarze und entlocke dir damit einen erregten Seufzer... aber du rächst dich für meine Unverschämtheit ohne Zögern an mir, langst mir fest - aber ganz und gar nicht unangenehm - zwischen die Beine...
...drehst deinen Kopf halbwegs zu mir zurück, grinst mich mit einem vielsagend frechen Blick aus den Augenwinkeln an, den ich wiederum mit einem eben solchen Grinsen erwidere... drehst dich ganz zu mir um und gibst mir wieder einen deiner unvergleichlichen Küsse, machst darauf hin einen Schritt in meine Richtung und drängst mich so zurück, dass ich mich auf's Bett fallen lassen muss... ich richte mich wieder auf, setze mich auf die Bettkante und mit einem auffordernden Lächeln stellst du deinen Fuß beziehungsweise Stiefel auf meinem Oberschenkel ab, ziehst reizvoll deinen langen Rock ein kleines Stück hoch, damit ich dir - ganz brav - deinen hohen Stiefel, dessen Absatz mir mit ein bisschen bittersüßem Schmerz in meinen Oberschenkel drückt, öffnen und ausziehen kann... nicht ohne mit meiner Hand ganz kurz und frech unter deinen hoch gezogenen Rock und über deine Oberschenkel zu fahren, leiste ich deiner Aufforderung folge... danach verlangst du von mir dasselbe Prozedere noch einmal. Ebenso wortlos, mit dem ebenso süßen Schmerz des hohen Absatzes deines anderen Stiefels und deinem ebenso reizvoll hoch gezogenen Rock... das wird noch ein Nachspiel haben. Im wahrsten Sinne des Wortes, geliebte Frau...
...du stehst wieder vor mir - barfuß diesmal - schenkst mir dein verführerisches Lächeln, das ich nur all zu gerne erwidere... ich sitze immer noch auf der Bettkante, strecke dir mit einem Grinsen nun meine schwarzen Stiefel entegegen, die du mir dann im Gegenzug auch ausziehst. Ich lasse die Gelegenheit natürlich nicht verstreichen, einen Blick auf deine noch angezogene, aber nichtsdestoweniger schöne Brust zu werfen. Du siehst, wohin ich meine Blicke schweifen ließ, siehst mich darauf hin mit einem Lächeln an. Mit offensichtlich gespielter Verlegenheit und ebenso einem Lächeln im Gesicht schaue ich darauf hin kurz an die Decke. Du grinst vor dich hin und ziehst mir dabei den zweiten Stiefel aus... ich rutsche von der Bettkante zurück auf's Bett, so dass auch Platz für dich ist, sehe dich erwartungsvoll an... du kommst zu mir auf's Bett, auf unsere Spielwiese - nein: nur eine von all unseren Spielwiesen - und sitzt, auf dem Bett kniend, auf meinen ausgestreckten Beinen... beugst dich über mich, kommst näher bis sich unsere Lippen ein mal mehr berühren. Wieder so ein Kuss von Dir. Ein Kuss, der mich hastiger atmen, mein Blut schneller fließen, meine Gefühle in Flammen aufgehen lässt...
...du richtest dich wieder auf, setzt dich hin, und das natürlich genau auf meinen Schoß - du weißt genau, dass du mich damit necken kannst... welchem Mann würde es nicht auch so gehen? Wohl kaum einem. Du gehst von mir herunter, lässt dich neben mir auf's Bett fallen, wo du mich dann erwartungsvoll ansiehst. Ich drehe mich zu dir, halte dich fest, klaue mir von dir noch einen Kuss nach dem anderen... wir streicheln uns mal zärtlich, fassen uns mal etwas heftiger an, entblößen uns, nach und nach - wie auch immer wir wollen, wo auch immer uns die Lust danach ist... du legst dich wieder hin, ziehst mich - mit einem Blick, der nicht nur in meine Augen blickt, sondern tief in mein Innerstes einzudringen vermag und zugleich durch mich hindurch zu gehen scheint - zu dir hin...
...und dann: der herbei gesehnte Moment, an dem du mich tiefer als bis zu deinem Herzen vordringen lässt... der Moment, in dem wir den jahrelang währenden Pakt unseres gegenseitigen Vertrauens einmal mehr schließen, wie schon so oft, an schon so vielen Tagen und Nächten. Und jedes mal auf's neue mit so viel Neugierde und Verspieltheit... mit schmutzigen Worten, die wir sonst kaum brauchen würden, aber die wir uns im Taumel solch leidenschaftlicher Gefühle gegenseitig ins Ohr flüstern. Vertrauen, das du mir schon seit langem geschenkt hast und mir nun wieder zeigst, als du dich - nur mit gespieltem Widerstand und im wahrsten Sinne der Worte - von mir fesseln lässt... meine sanfte Rache für die Absätze, die du vorhin mit so bittersüßem Schmerz auf meinen Oberschenkeln abgestellt hast... der Moment, an dem du mich einen Teil von dir werden lässt...
...ein schönes Gefühl, in dir zu sein, mit dir verbunden zu sein, eins zu sein... dein durch Erregung und Entspannung gleichermaßen verzerrtes Gesicht anzusehen... dem in Stöhnen übergehenden schweren Atmen, das deinem wunderschönen Mund entflieht, zu lauschen... deine warme, eher heiße Haut zu spüren... dich mit all meinen Sinnen gleichermaßen so intensiv wahrzunehmen, wie es nur in Momenten wie diesem - in wunderschöner, fast schon wahnsinniger Extase - möglich ist... dich und mich selbst gleichermaßen zu fühlen. Zwei Menschen, die nur noch einen Körper zu haben scheinen... bis zum Höhepunkt - herbeigesehnt und verhasst zugleich, denn er bedeutet immer wieder auf's Neue das vorläufige Ende. Hinausgezögert und doch ist es nach ihm vorbei. Vorerst...
...du lachst und machst wieder deine scherzhaften Bemerkungen, weil deine Beine wieder zittern und du - nun, jenseits aller Extase - wieder feststellen musst, wie anstrengend so körperliche Liebe sein kann... auch mir geht es nicht viel besser... du packst dir, wie fast immer, die Flasche neben dem Bett, trinkst von dem Wasser, das noch übrig geblieben ist, und reichst die Flasche an mich weiter. Ich trinke auch, lege die Flasche wieder weg, lege mich hin und du dich zu mir... ich nehme dich in den Arm, küsse dich - glücklich, bei dir sein zu dürfen - und sehne mich insgeheim schon nach all den anderen schönen Momenten, die noch auf uns beide warten mögen...

...ein langes Liebesspiel. Viel zu schön, um es nur ein paar Augenblicke unserer Zeit dauern zu lassen. Aber dennoch eine kurze Zeit, ein geradezu bedeutungslos flüchtiger Augenblick in der Unendlichkeit des Universums. Momente, wie sie schon von vielen Liebenden gelebt wurden und hoffentlich noch von vielen erlebt werden... und vermutlich alle spüren dabei, hoffentlich, dasselbe Gefühl... das Gefühl, nur und dennoch auf einzigartige Weise, mit einem anderen, für sie besonderen Menschen und zugleich dem ganzen Universum, Ewigkeit von Raum und Zeit, vereint zu werden. Das Gefühl, so etwas Gewöhnliches, Natürliches, Normales zu tun und dabei dennoch über allem zu stehen. Das Gefühl zugleich weniger als nichts und mehr als alles zu sein... zwei Menschen, die sich lieben...

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