Bin ich ein Single?  

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8/31/2006 8:46 pm

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8/31/2006 8:49 pm

Bin ich ein Single?

© by Günter Schulz

Bin ich ein Single?

Ein Single ist ein Menschlein, das entweder alleinstehend sein möchte, also bewusst ohne festen Partner lebt, oder ein Wesen, das unfreiwillig ohne Partner durch die Welt geht, bis es denn mit einem anderen solchen Single eine neue Zweisamkeit begründet.
Für beide Arten von Singles ist diese Seite konzipiert. Das Ziel ist, die Möglichkeiten der Gestaltung eines Lebens als Single auszubreiten und darüber hinaus Wege aus dieser Lebensform heraus zu zeigen, wenn das Einsamsein zu trist wird.

Früher: Schimpf und Schande für Singles?

Liebe früher: Vor langer Zeit galt es fast durchgehend als Schande, ungeeint durch das Leben zu gehen. Für Frauen hieß das Single-Dasein früher, dass sie wohl keinen „abgekriegt“ hat, und daher versuchten Väter ihre Töchter so bald wie möglich in eine sozial und wirtschaftlich erstrebenswerte Verbindung zu geben. Dass dabei früher nicht immer der Schmuckeste den Ausschlag erhielt, sondern der von höchstem Rang, ging leider auf Kosten von Liebe und Romantik, zwei Werten ganz unten auf der antiquierten Partnerwahl-Punkteskala. Früher galten eben andere Prinzipien. Dummerweise konnten die Frauen die Heirat mit den oft viel älteren und langweiligen Herrschaften nicht verweigern und haben mit ihnen über Jahrhundert immer wieder Nachkommen gezeugt, die bis in das letzte Jahrhundert hinein die Idee der planmäßigen Eheverbindung an die nächste Generation weiter getragen haben. Früher herrschten eben andere Sitten.

Schamanen und Mönche - als Singlesein früher noch exotisch und heilig war

Wenn es früher Singles aus eigenem Willen gegeben hat, so handelte es sich z. B. um Schamanen oder Wandermönche, die dieses Leben geführt haben. Bei Nonnen, Ordensbrüdern der Ordenspriester kann man nicht von Singles reden, da sie sich als Teile eines gemeinschaftlichen Ganzen betrachten.
Singles im 21. Jahrhundert - anders als früher
Heutzutage sieht die Situation für Singles ‒ freiwillige und unfreiwillige ‒ anders aus als früher. Ökonomisch und moralisch schaffen es Männer und Frauen, in unserer individualisierten Gesellschaft, über die Runden zu kommen. Im Gegensatz zu früher gibt es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes eine Zunahme an Einpersonenhaushalten ‒ ein Indiz für Single-Lebensformen, die früher nicht die Regel waren. Das Bundesamt zeigt auf, dass das Alleinwohnverhalten bei Männern und Frauen unterschiedlich ist. Fast jeder vierte Mann zwischen 20 und 40 wohnt allein, während von den 20- bis 29jährigen Frauen nur jede fünfte Warm- und Kaltmiete auf ihre Kappe nimmt. Früher kam dieser Fall so gut wie nicht unter diesen Vorzeichen vor. Frauen leben häufiger und früher als Männer entweder in einer Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt.
Mit zunehmendem Alter verändert sich diese Tendenz in Bezug auf Wohnform und Geschlechterverhältnis. Im Alter von 50-60 Jahren wohnen ca. 15% der Männer und Frauen in einem Single-Haushalt. Da die Lebenserwartung von Frauen die der Männer ab dem 60. Lebensjahr höher ist, gibt es in der Alterssparte verhältnismäßig mehr Frauen in Single-Haushalten. Unter Frauen ab 70 Jahren und älter jede zweite allein, während dies nur auf 20 % der Männer in dieser Altersgruppe zutrifft.

Was früher anders war...

...früher gab es keine Wahl nach Liebe
...früher gab es keine wirkungsvolle Verhütungsmethode
...früher gab es kein Viagra
...früher galt Zucht und Ordnung
...früher gab es wenig Licht
...früher konnte man im Bett nicht mehr lesen, es sei denn bei Kerzenschein
...früher lernte man wegen der geringeren Mobilität viel weniger Menschen und somit weniger potenzielle Liebes-Partner kennen
...früher gab es keine Flirts im Supermarkt, aber vielleicht geheimnisvolle Fremde, von denen wir heutzutage hunderten pro Tag begegnen


Haben Singles eine Lobby?

Diese Seite ist explizit den Singles unter der Sonne gewidmet, die sich ihres Zustands als derzeit ungepaartes Wesen bewusst sind, die aber auch ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit vertragen und eventuell den Weg aus der unverschuldeten oder herbeigeführten Einsamkeit einschlagen wollen. Los geht's!

Unter den einzelnen Menüpunkten gibt es Wissenswertes für neugierige Singles

Genug vom Single-Dasein?

Das größte Problem der unfreiwilligen Singles ist die Einsamkeit. Alles müssen sie alleine machen, sie müssen immer für einen einkaufen, die Hälfte ihrer Kühlschrankvorräte wird schlecht, sie können mit niemandem über das Fernsehprogramm diskutieren, und bei kalten Füßen im Winter wenden sie sich vertrauensvoll an ihre Wärmflasche.

Singlestypischer Sozialstress

Richtig ätzend wird es, wenn man auf den dreißigsten Geburtstag der besten Freunde eingeladen ist und alle anderen nicht nur ihre heldenhaften Werdegänge, sondern auch schon ihre bessere Hälfte präsentieren. Noch schwieriger als bei diesen Anlässen ist eine Einladung zur Hochzeit, auf die man notfalls allein gehen muss. Im schlimmsten Fall wird man am Katzentisch neben den ungeliebten Tanten und Onkels platziert, und wenn man doch einen Platz zwischen jungen Paaren erwischt, die auf den ersten Blick ganz kommunikativ und sympathisch wirkten, dann achten Argusaugenpaare bei jeder Bemerkung darauf, dass der eigene Partner dem Eindringlich nicht zu viel Aufmerksamkeit schenkt. Für Hochzeiten bietet es sich wohl eher an, einen guten Kumpel oder eine gute Freundin mitzunehmen, mit der man dann in Ruhe quatschen kann, und sich gepflegt über Essen und Trinken herzumachen.

Stufe zwei: Einen neuen Partner an Land ziehen
Wenn trotz dieser augenfälligen Vorteile der Zustand zunehmend unerträglicher wird und ein Partner her muss, steht man vor der Frage, woher man den denn nehmen soll bei so vielen Pärchen ringsum. Dieser Eindruck ist natürlich eine Fehlwahrnehmung, eine Sinnestäuschung die darauf beruht, dass man noch auf eine Traumfigur fixiert ist, die leider schon seit Ewigkeiten vergeben ist, aber trotzdem alle unsere Partnerwünsche verkörperte.


Single sein, ganz allein, muss nicht sein
Single-Sein ist eben halb so wild!


Wenn man die ganze Situation nicht ganz so düster sieht, fallen einem sicher auch eine ganze Menge Vorteile ein, die es sich zu genießen lohnt, bis ein Partner von diesem Schicksal befreit. Auf der einen Seite ist man völlig mobil, was die Arbeitsplatzwahl betrifft ‒ eine anstehende Entscheidung Richtung Jobwechsel bietet sich für ein Stadium vorübergehenden Single-Daseins an. Wenn man erst einmal einen Partner hat, verläuft die Jobwahl nicht mehr so nach Lebenswunsch und Gehaltsvorstellungen, sondern eher irrationalen Prinzipien wie Liebe und Leidenschaft.

Bahn frei für Singles.

Genauso geeignet sind bei vorübergehender Einsamkeit längere Reisen in ferne Länder, umstrittene Projekte für den eigenen Lebenslauf (die unser Ex total bescheuert fand) und das eigene Wohlbefinden sowie eine Überprüfung der eigenen Lebensziele. Steckt man erst einmal in einer Partnerschaft, wird die Routine selten hinterfragt, und Änderungen erfordern neben der Überwindung der eigenen Schwerfälligkeit auch noch die Zustimmung des anderen.

Selbsterneuerung in der Singlezeit!

Was gibt es noch an Vorzügen des Single-Daseins? Natürlich Zeit! Man hat für sich selbst und seine Aktivitäten verdammt viel Zeit! Alte Freundschaften können mal wieder gepflegt, zu kurz gekommene Hobbys aufgefrischt und auf Eis gelegte Projekte in Angriff genommen werden. Warum jetzt nicht mal die eigene Wohnung anstreichen, Workshops besuchen, den eigenen Horizont durch Kurztripps etc. erweitern, gute Bücher lesen und ein bisschen Sport treiben? Die Unabhängigkeit vom Urteil des symbiotisch veranlagten Partners lässt schließlich die Freiheit, zu tun und zu lassen, wonach einem gerade ist.

Auf geht's - mit Charme, Verstand und ein bisschen Eigeninitiative...
den neuen Partner finden!


Jetzt ist es an der Zeit, die Realität zu erkennen ‒ es gibt tatsächlich massenhaft Menschen mit dem gleichen Dilemma: sie sind selbst total nett, aufmerksam, sehen gut aus, können sich gut artikulieren, sind leidenschaftlich und verfügen über ein üppiges Paket an wunderbaren Eigenschaften, das Problem ist nur das passende Pendant! Die große Aufgabe ist nun also, den verheirateten Ex zu vergessen, die alte Liebe zu begraben und die neue zu finden, den richtigen Partner finden! Am besten bald. Und dann ist natürlich Schluss mit dem Selbstmitleid und dem Mauerblümchen-Dasein.

Du bist nicht allein allein.

In unserer Zeit der diversifizierten Arbeitsteilung müssen wir zum Glück nicht alles allein machen. Es gibt nicht nur die Zeitungsannoncen, über die sich ein Bekannter vom Schwager unseres Nachbarn früher die Frau fürs Leben geangelt hat, sondern auch massenhaft Angebote und Möglichkeit im Internet und in „freier Wildbahn“, die uns den ersten Schritt, die erste Kontaktaufnahme erleichtern.
Partnerbörsen im Internet gibt es seit ein paar Jahren, und das Gute an ihnen ist, dass sie 24 Stunden am Tag für Singles da sind. Singles können unter selbst gewählten Flirtnamen wie „Sunny76“ oder „janus_110“ nach ihrem persönlichen Pendant für Flirt, Freizeit oder mehr suchen.
Na dann viel Glück



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