Experten erwarten f  

Rolf23 43M
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12/29/2005 1:26 pm

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3/5/2006 9:27 pm

Experten erwarten f

Bochum - 2006 könnte nach Einschätzung von Meteorologen eine ähnlich schlimme Hurrikansaison bevorstehen wie 2005. Bereits seit zehn Jahren dauere die Phase mit immer mehr und immer schwereren Stürmen auf dem Nordatlantik an, sagte Hurrikanexperte Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia am Donnerstag der dpa.

Die starke Hurrikanaktivität könne 20 bis 30 Jahre anhalten. Auch der Kieler Klimaforscher Mojib Latif sowie Wissenschaftler in den USA und Großbritannien sagen ein erneut starkes Hurrikanjahr voraus.

«Bereits das Jahr 2005 hat nahezu alle bisherigen Wetter-Rekorde überschritten», sagte Sävert rückblickend. Rekord auch für die Versicherungen: Nach Angaben des Rückversicherers Münchener Rück wurde 2005 zum teuersten Naturkatastrophenjahr seit es Versicherungen gibt. Mehr als 100 000 Menschen seien ums Leben gekommen. Die volkswirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar. Daran habe der Hurrikan «Katrina» allein einen Anteil von 125 Milliarden Dollar. Der weltweiten Versicherungswirtschaft seien Schäden in Höhe von 75 Milliarden Dollar entstanden.

Nach Einschätzung von Sävert ist 2006 mit 17 bis 20 Tropischen Stürmen - davon 10 bis 13 Hurrikans - auf dem Atlantik zu rechnen. Fünf bis sieben davon könnten Windgeschwindigkeiten von 185 Kilometern pro Stunde erreichen. Im Durchschnitt wurden seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 100 Jahren jährlich nur zehn Stürme beobachtet, davon sechs Hurrikans. Damit könnte 2006 zu den fünf stärksten Hurrikanjahren seit Aufzeichnungsbeginn gehören. «Ähnlich schlimme Folgen wie 2005 können nicht ausgeschlossen werden.»

In den USA beschäftigt sich seit mehreren Jahren an der Universität in Colorado ein Team um Philip J. Klotzbach und William M. Gray mit Vorhersagen für die jeweils kommende Hurrikansaison. Für 2006 erwarten die Experten in einer ersten Veröffentlichung etwa 17 Tropische Stürme, davon neun Hurrikans und darunter wiederum fünf starke Hurrikans. Ähnlich sieht die Prognose einer Gruppe von Wissenschaftlern in London aus.

Der Klimaforscher Mojib Latif vom Leibnizinstitut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel machte in einem Interview der Hörfunkagentur dpa/Rufa auch die globale Erwärmung für die Zunahme der Hurrikans verantwortlich. «Dabei ist sowohl Intensität als auch Häufigkeit gemeint», erläuterte Latif.

In der Saison 2005 bildeten sich insgesamt 26 Tropische Stürme, davon 14 Hurrikans. Die bisherigen Rekorde aus den Jahren 1933 mit 21 Stürmen und 1969 mit zwölf Hurrikans wurden deutlich übertroffen. Durch die Serie der Wirbelstürme wurde die Münchner Rück nach eigenen Angaben wesentlich stärker getroffen als zunächst angenommen.

Das Unternehmen - weltweit größte Versicherung der Versicherungen - hat ihr Gewinnziel dank Beteiligungsverkäufen gerettet und will die Dividende kräftig anheben. Die Hurrikan-Saison habe zwar zu Milliarden-Belastungen geführt, dennoch halte man am Ziel einer Eigenkapitalrendite von zwölf Prozent nach Steuern für dieses Jahr fest, teilte das Unternehmen mit. Das gestiegene Jahresergebnis solle zu einer Dividendenerhöhung um 1,10 Euro auf 3,10 Euro genutzt werden. Die angepeilte Eigenkapitalrendite entsprach zuletzt einem Gewinnziel von 2,6 Milliarden Euro für dieses Jahr.



© dpa - Meldung vom 29.12.2005 15:31 Uhr

das ist doch etwas! das hebt gleich die laune!


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