Der Morgen  

Eroticum63 53M
0 posts
7/4/2006 12:07 am

Last Read:
7/4/2006 12:08 am

Der Morgen


Ich hatte etwas verschlafen und konnte noch gar nicht richtig begreifen, was in der vergangenen Nacht passiert war. Neben mir auf dem Bett lagen die zerwühlte Blätter eines so gnadenlos geilen Blogs, mit dem ich die letzten Stunden verbracht hatte. „Du spinnst!“, warf ich mir selber zu, als ich mich im Spiegel meines Bades erkannte. Wie konnten mich die Gedanken einer unbekannten Schreiberin so aus der Bahn werfen. Ich dachte an Insa, die ich wahrscheinlich sowieso zu schnell nicht wiedersehen würde. Jeder Gedanke an ein wiedersehen mit ihr vermischte sich mit dem Bild eines grinsenden Zabanski, den ich nun überhaupt nicht gebrauchen konnte. Doch gleich im Büro musste ich Beate in die Augen sehen, die ja nicht im Geringsten eine Ahnung von dem hatte, was ich heute Nacht mit ihr angestellt hatte. Wie sollte sie auch. Tief in mir bohrte ein schlechtes Gewissen, doch je wacher ich wurde, desto mehr lächelte ich auch in meinem tiefsten Inneren über die geilen Gedanken und Phantasien, die mir dieser Blog verschafft hatte. Aber jetzt war wieder ein Tag und dieser war real. Geschäftliche Termine standen nun an und ich sollte mich beeilen um nicht allzu spät im Büro zu erscheinen.
Ziemlich abgehetzt erreichte ich bald die Tiefgarage un­seres Komplexes. Ich hastete die erste Treppe hoch und begrüßte im Foyer Tina, die wie jeden morgen brav lä­chelnd am Empfang saß. „Guten Morgen!“, warf ich ihr freundlich zu, wie jeden morgen, und dachte weiter: „Dir sollte ich auch mal das Lächeln aus deinem hüb­schen Gesicht poppen.“ Was war nur mit mir los? Ich entwickelte mich ja förmlich zu einem Monster. Schnell brachte ich mich im Aufzug wieder auf geschäftliche Gedanken und schaute dabei auf die digitale Anzeige, die mir sagte, dass ich dem 10. Stock dieses Blockes im­mer näher kam. Beate war bestimmt schon da, würde mir gleich den ersten Kaffee des Tages bringen, wie je­den Mor­gen.

Ich eilte über den Flur in mein Büro und setzte mich erstmal, während ich meinen PC star­tete. „Guten Mor­gen!“, lächelte mir Beate entgegen, die mir den mor­gendlichen Kaffee brachte. In ihren Mundwinkeln ent­deckte ich noch Reste meines Spermas. „Oh Mann, konnte ich denn an gar nichts anderes denken...?“, riss ich mich zusammen. Ich schlürfte meinen Kaffee und schaute auf meinen Terminkalender. Ich war müde und durcheinan­der. „Sollte ich heute einfach verschwinden, einen plötzlichen Außentermin vortäuschen?“, dachte ich so bei mir. Da klingelte das Telefon: „Insa Fröse von Schauer­mann und Söhne ist in der Leitung, sie hat noch ein paar Anmerkungen zum gestrigen Gespräch.“, hörte ich Beates Stimme. „Sie klang heute so erotisch“, emp­fand ich und fragte mich weiter: „Was gibt es denn noch bei Schauermann?“ Ich nahm das Gespräch an.
„Guten Tag, Insa Müller von Schauermann und Söhne.“, meldete sich ihre Stimme, ebenso erotisch wie Beates.
„Guten Tag, Frau Müller, was kann ich für sie tun?“, be­gegnete ich ihren Gruß und setze gedanklich fort: „Fi­cken wir heute?“
„Es geht noch mal um Gestern...“
„Ja?“
„Herr Zabanski meint..., äh...“, klang sie unsicher.
„Ja?“
„Ich meine...“
„Ja, was?“
„Ach“, nahm sie ihren Mut offensichtlich zusammen, „ich würde sie gerne wiedersehen... privat...“

Ich war im ersten Moment unsicher, dachte an die letzte Nacht und meine Männlichkeit begann sich zu regen. Doch ehe ich angemessen reagieren konnte, vernahm ich ein Kli­cken in der Leitung, das Gespräch war unter­brochen. Nein, dieser Morgen verlief total an­ders, als all die Morgen der letzten Monate, ich stand total neben mir und fand mich ir­gendwie nicht wieder. Ich dachte nach und die Bilder der letzten 18 Stunden wurden wie­der klarer und präsenter in meinem Kopf. Ich dachte an Beate, an das Treffen mit Jabanski und Stab (besonders an Insa), an die Phantasien der letzten Nacht, an meine Sahne die ich leider selber aus mir melken musste und an die Ursache dieser ganzen Ereignisse, MaraMe's Blog.

Während ich noch so gedankenverloren am Schreibtisch saß, kam Beate in meine Büro und legte mir lächelnd die Unterschriftenmappe auf den Tisch. Irgendwie war sie heute anders, oder ich war es. Sie verließ mich Wort­los wieder und ich sammelte mich, bevor ich mich an die Mappe machte. Die übliche Firmenpost lag vor mir und ich musste heute zum Glück nur abzeichnen, dass ich Kenntnis von diesem oder jenen Vorgang hatte. So blätter­te ich mich durch und unterbrach als ich wieder an MaraMe's Blog denken musste. Ich be­gab mich ins Internet und rief ihre Seite auf. „MaraMe, weiblich, 35 Jahre alt, Germany, spricht Deutsch (DE)“, mehr war über diese mysteriöse Schreiberin nicht herauszufinden. „Hätte sie nicht wenigstens ihre Telefonnummer hinter­lassen können?“, fragte ich mich, als ich schon wieder mit der Unterschriftenmappe beschäftigt war. Beim letzten Reiter ange­kommen, konnte ich nicht fassen, was ich dort las: „ ... wünscht, jederzeit. „Ah, dein Arsch ist wie für meinen Schwanz geschaffen, ich werde in nächster Zeit sehr viel Zeit darin verbringen.“, mit diesen, seinen Worten komme ich, und ich merke wie meine Rosette dabei um seinen Pfahl zuckt, ihn geradezu melkt. Er steht auf und trägt mich einfach so zu seinem Bett, legt mich darauf, meine Füße auf seine Schultern und fickt meinen Arsch. Wir schrei­en beide um die Wette, es ist zu geil, so intensiv. Mit ein paar ex­tra tiefen Stößen krönt er seinen Höhepunkt und spritzt zuckend in meinen Arsch. Er­schöpft dämmern wir vor uns hin, eng umschlungen und ich spüre, wie sein Sperma aus mir läuft und wünsche mir, so etwas noch sehr, sehr oft mit ihm zu erleben. Diese Nacht verbringe ich bei ihm, wir schlafen beide tief und fest, nachdem wir uns noch eine Weile wunderschön geküsst haben. Nie hätte ich gedacht, dass aus diesem Nachmittag so etwas Schönes entstehen könnte und bin sehr gespannt, was uns die Zukunft bringen wird...“

Es war die letzte Seite des Ausdruckes, den ich gestern an Monica geschickt hatte. Als ich eilig das Gebäude verließ, war Monica mit der letzten Seite noch nicht fertig und warf sie aus, als ich schon im Aufzug war. Beate hatte die Seite gefunden und mir richtigerweise zu geordnet. Auf der zweiten Hälfte des Blattes war zu lesen: „Wir sollten uns mal auf einer privaten Ebene treffen, ich wurde mehr als geil, als ich diese Zeilen las, so das ich heute morgen erstmal die Toilette aufsuchen musste... Beate.“ Darunter stand eine Handynummer und weiter: „Hier noch die Handynummer von Insa, sie ist eine alte Freundin...“

Ich lächelte, und mir wurde bewusst, dass sich ab heute hier so einiges ändern wird. Schmunzelnd flüsterte ich Namen: „Beate, Insa ...“ Und weiter fragte ich mich, ob ich Ma­raMe jemals für diese Qualen bestrafen werden kann. Oder sollte ich ihr nur danken, per email.

Become a member to create a blog