Leistungssteigerung wirklich sinnvoll? Viagra u.a.  

Alex19372 79M
2 posts
4/25/2006 4:55 am

Last Read:
4/25/2006 5:12 am

Leistungssteigerung wirklich sinnvoll? Viagra u.a.


Ein Diskutant teilte mit und fragte:

...vor kurzem hat mich ein Freund gefragt ob ich schon mal potenzsteigernde
Mittel ausprobiert hätte. Als ich verneinte lachte er mich aus und meinte, ich müsse das unbedingt versuchen....

Wie sieht es wirklich aus, helfen die ´Dinger wie Viagra,Cialis, Levitra und andere Generic`s wirklich? Wie sieht es mit den Nebenwirkungen bei gesunden Menschen aus?

Und dann würde mich interessieren, was die weibliche Gemeinde von Viagra und Co. hält, fällt es auf oder ist es sogar "spürbar" besser wenn ER solche Dinge nützt ?
...

Ich antwortete:

Hi schmogi,

ich weiß nicht, was Du unter "potenzsteigernde Mittel" verstehst, die von Dir genannten verschreibungspflichtigen Arzneimittel sind jedenfalls keine Aphrodisiaka, also keine Mittel die das Sexualzentrum des Gehirns stimulieren.

Der Wirkstoff ist in erster Linie eine durchblutungsfördernde Substanz, die zunächst einmal für eine Entspannung der Blutgefäße im Penis sorgt, so daß bei einer - auf andere Weise hervorgerufenen sexuellen Erregung - leichter Blut hineinfließen kann.

Die weitere Wirkung ist, dass der erigierte Penis seine für eine Penetration notwendige Härte erhält und bis zur erfolgten Ejakulation beibehält. Sodann erschlafft das Glied wie sonst auch.

Die Wirkung der Tablette hält einige Stunden an, so daß - wenn die sonstigen Voraussetzungen gegeben sind - eine Wiederholung des Aktes unter Ausnutzung noch anhalter Medikamentenwirkung möglich wäre.

Nach Angaben zum Beispiel des Herstellers von Viagra nützt das Mittel bei etwa 80 % der Männer, die unter Erektionsschwäche leiden. Es muß einige Zeit vorher eingenommen werden, Viagra etwa 1 Stunde vor der erwünschten Wirkung.

Die Erkrankung kann Männer unterschiedlichsten Alters betreffen, auch die Ursachen können sehr verschieden sein und können im physischen wie psychischen Bereich liegen. Bei bestimmten Krankheiten läßt sich Erektionsschwäche nicht ausgleichen.

Die Arzneimittel haben eine Vielzahl von Nebenwirkungen. Gesichtsröte, rote Ohren und Kopfschmerzen sind noch die geringsten Nebenerscheinungen. Insbesondere in Verbindung mit bestimmten anderen Mitteln kann die Einnahme von Viagra etc. zum Tode führen. Die Beipackzettel enthalten deshalb eine lange Reihe von Warnhinweisen.

Was können die Mittel sonst alles nicht ?

Wie schon angedeutet stimulieren sie nicht das Sexualzentrum im Gehirn, der Wirkstoff führt weder zu Fantasien, noch erhöht er die Libido des Mannes. Entsprechende Impulse gibt er also nicht. Er erhöht demnach nicht die Gelüste, nicht die Begierde, nicht die Lebensernergie. Es wird kein Hormonschub ausgelöst, die Menge des Testosterons wird nicht beeinflußt. Und Samen wird deshalb auch nicht mehr produziert. Allenfalls könnte man sagen, dass durch eine so zustande gekommene Ejakulation eben wieder Nachschub an Samen produziert wird.

Um den Wirkstoff im positiven Sinne "wirken zu lassen" bedarf es der Reizwahrnehmungen wie sie auch sonst Voraussetzung sind. Partnerschaften wie sie sich hier über das Web ergeben, werden gewiß ohne Arzneimittel auskommen können. Wer sich in diese Arena begibt wird dies kaum leichtfertig tun, sondern eher genügend Voraussetzungen mitbringen. Ich würde jedenfalls kein Mittel dafür einsetzen.

Meine hier genannten Kenntnisse habe ich aus medizinischen Veröffentlichungen und aus einem kurzzeitigen Selbstversuch. Mein Hausarzt hatte mir nach einer temporären Schwäche infolge wochenlangem Schlafmangel - eine 4er Packung Viagra verschrieben.

Noch eins, was hier nicht ausdrücklich gefragt wurde, aber im Zusammenhang mit gesehen werden muß. Auch wenn dies weitgehend bekannt ist, so kann man doch nicht oft genug daran erinnern:

Eine beide - Partner/Partnerin etc. - befriedigende Penetration hängt nicht allein von der Stärke der Erektion des Mannes ab. Ist eine Partnerin schlecht vorbereitet, weil es kein ausreichendes Vorspiel gab, auf das aber gerade diese Partnerin Wert legt, dann wird es wohl Schwierigkeiten geben. Ähnliche Probleme wird es geben bei einer älteren Partnerin, deren Vagina nicht mehr feucht genug ist und kein Gleitmittel verwendet wurde.

In diesem Zusammenhang sei an die entsetzlichen Vorkommnisse etwa bei den Massenvergewaltigungen im Kosovokrieg erinnert, weil sie das Vorgenannte besonders drastisch erklären.

Zur Verarbeitung ihres Traumas beschrieben einzelne Frauen auch höheren Alters öffentlich ihre Erlebnisse, indem sie sarkastisch "über die Idioten schrieben, nämlich über die von einer verbrecherischen Truppenführung hierfür abgestellten jungen Burschen bester Kondition, die sich nicht vorstellen konnten, dass es mit einer älteren Frau in einer solchen Situation nicht so leicht geht,- da hätte auch kein Viagra -ins Essen untergemischt - genutzt."

Alex19372


Become a member to create a blog