Dialektik in der Praxis - Mustertexte zum Studium; hier: Die Potenz des Mannes  

Alex19372 79M
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4/18/2006 7:55 am

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5/9/2006 3:58 am

Dialektik in der Praxis - Mustertexte zum Studium; hier: Die Potenz des Mannes


66venus66 stellte im Magazin den folgenden Beitrag ein:

Modernes Märchen ‒ Die männliche Potenz.
Also geht nicht gleich auf die Palme, *g*
weil ich es wage mich mit ihr zu beschäftigen.
Das dürfte schon der erste Fehler einer Gedankenkette sein, die mit 100pro abspulen wird.

Den potenten Mann gibt’s nicht, nur den Potenzriesen.
*smile* Schön wär’s *lol*
Tatsache ist, und das braucht ihr mir auch nicht glauben,aber dann google mal und gebt "vorzeitige Ejakulation" ein und ihr werdet von zigtausend Links erschlagen werden.

Eigentlich ein Unding wenn dem so wäre wie es
die meisten Männer von sich behaupten. Diese
Seite ist ja ein Paradebeispiel dafür, hier
sind die am längsten können, die den Größten
haben. Kurz, die Elite der männlichen Potenz. Öhm? Wie?

Wenn Frau es wagt sie in Frage zu stellen
sind Sprüche wie „du hast noch nicht den
Richtigen getroffen“ noch harmlos, meistens
sind es heftige niveaulose Aggressionen.

Da ich nun den Vorteil habe eine Frau zu sein,
kann ich mich mit viel mehr Gelassenheit damit
beschäftigen.

Google nehme ich mal als neutrale Instanz.

Diese sagt mir nun folgendes:

Es ist ein Gerücht das Männer stundenlang
können, tatsächlich sind es im Durchschnitt
3 - 4 Minuten.

Öhm, tja meine Herren das ist aber nicht so
dolle. Wenn Frau euch an euren Worten und
Getue mißt, steht, besser hängt, ihr ganz
schön dumm da.

Das bedeutet jetzt nicht, daß es gar keine
Männer gibt die diese Nichtzeit von 3 - 4
Minuten übertreffen.
Nö, aber im besten Fall sind es max. 40
Minuten was von Stunden immerhin ziemlich
weit entfernt ist.

Natürlich mache ich jetzt den Riesen-Fehler
euch zu sagen, das es für uns kein Problem
ist diese 40 Minuten weit zu übertreffen und
auch noch zig Orgasmen zu haben.

Wie dies möglich ist?

Nun, erst mal ist der Penis nicht der
Mittelpunkt des Sexuellen Universums, dies ist nur Wunschdenken. Auch sicherlich nicht mit zig Männern hintereinander, obwohl es eine Möglichkeit wäre. *lol Aber, außer euch Männer gibt es noch Frauen, was ihr mir bestimmt glaubt, und mit ihnen geht’s, was
ihr mir sicherlich nicht unbedingt glaubt.

Wenn nicht so dermaßen plump und überheblich mit der männlichen Potenz hausiert würde, hätte ich dieses nie geschrieben.
Dies ist keine Provokation und auch keine naive Frage, sondern ein Hinweis darauf was auch hier abgeht „viel Wind um nichts“.

Nun zu meiner Frage:

Warum machen Männer das?
____

Es gab im Magazin hierzu insgesamt 21 Stellungnahmen, meine vom 18.04.2006 folgt hier:

@ ALL, speziell aber

66venus66,

ist die Frage richtig gestellt?

Ich meine: NEIN.

Zum mehrfachen Glück kann ich sagen, dass ich ‒ im 69. Lebensjahr ‒ mit diesen und anderen Ziffern, mit Fragen an die Männer an sich und mit der liebenswerten Autorin speziell keine Probleme habe. Venus, ich versichere, Du hast mich noch nie genervt.

Nun zu meinem NEIN: In mancher Hinsicht erinnert mich der Magazinbeitrag an eine Frau, die ihr mit einem Dutzend Knöpfen versehenes Kleid zuzuknöpfen versucht. Sie beginnt zwar mit dem ersten Knopf aber erst mit dem zweiten Loch und am andern Ende kommt sie nicht zurecht!

Sie erklärt sich nun die Welt so, dass sie sagt:

„Der Schneider ist ein Idiot! Kann noch nicht mal bis 12 zählen! Typisch Mann!“

Dabei verkenne ich nicht, dass die Literaturgattung, die hier vertreten wird, sehr wohl ihre Nische und für mancherlei Ohren ihre Köstlichkeit hat.

Will sagen: Venus stellt am Schluss ‒ dialektisch nicht ungeschickt ‒ eine Frage, in diesem Falle

„Warum machen Männer das ?“,

nachdem sie zuvor so ziemlich alles, was hier über die Männer zu sagen ist, falsch dargestellt hat.

Für eine Tiefenpsychologin müsste es ein interessantes Arbeitsfeld sein, eine Geschlechtsgenossin zu analysieren, die meint,

- irgendein Mann hätte jemals seinen Penis als Mittelpunkt des Sexuellen Universums gesehen. )

- bei Männern Unklarheit bestünde, dass ein zur Fruchtbarkeit führender Begattungsvorgang gar länger als eine Minute dauern muss,

- selbst (als Frau) aber meint, mindestens 40 Minuten anstreben zu müssen,

um nur einige Beispiele zu nennen.

Trotz dieser meiner Bekümmernisse über unkorrekte Darstellungen erkenne ich an, dass diese literarische Form von Venus meisterhaft vertreten wird, für mancherlei Ohren Sphärengesang ist und sehr wohl ihren Platz im Regal hat. Emma lässt grüßen. )

Zusätzlich aber grüßt

Alex19372


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